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 23/06/2017 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
English  
 Adam Keller אדם קלר 
Author /   Adam Keller אדם קלר
Adam Keller אדם קלר
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Adam Keller אדם קלר

 

Adam Keller (geb. 1955 in Tel Aviv-Yafo)  ist ein israelischer Friedensaktivist, der zu den Gründern von Gush Shalom gehört (Friedensblock, der vom früheren Irgun- und Knessetmitglied und Journalisten Uri Avnery 1993 gegründet wurde) und sein Sprecher ist.

Seit langem ein Unterstützer von Yesh Gvul*, hat Keller mehrere Gefängnisstrafen absolviert, weil er den Militärdienst  in den 1967 besetzten Gebieten verweigert hat.
 
Bei der Militärgerichtsverhandlung, die im April –Mai 1988 beträchtliche Aufmerksamkeit auf sich zog,  wurde der Reservekorporal Adam Keller wegen „Aufsässigkeit“ und  „Verbreitung von Propaganda, die für die militärische Disziplin schädlich ist“ angeklagt: während seines aktiven Militärdienstes hatte er auf 117 Panzer und andere Militärfahrzeuge Graffiti geschrieben; „Soldaten der IDF, weigert euch Besatzer und Unterdrücker zu sein, verweigert den Dienst in den besetzten Gebieten !“ Er hatte auch an Strommasten im Militärlager, in dem er seinen Dienst tat, und an Innenseiten von Türen der Offizierstoiletten Stickers  mit dem Slogan geheftet: „Schluss mit der Besatzung“.  Keller wurde   zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Er wurde ein aktives Mitglied von Yesh Gvul, erklärte aber, dass er diese Aktivitäten ganz von sich aus getan habe, ohne jemanden um Rat zu fragen. Was ihn betrifft, so hat die Bewegung Yesh Gvul keine Verantwortung für ihn übernommen, aber unterstützte seine Frau finanziell, wie sie  andere Familien von Verweigerern unterstützte.
 
Im April 2004 war er ein Mitglied der Gush Shalom-Delegation, die den palästinensischen  Führer Yasser Arafat in seinem Hauptquartier in Ramallah besuchte, um gegen die von Israels Ministerpräsidenten Sharon ausgesprochene Bedrohung seines Lebens zu protestieren.
 
Keller ist der Autor von „Terrible Days: Social divisions and Political Paradoxes in Israel” (Cypres Amstelveen 1987; ISBN 90-71261-02-6)
 
Seit 1983 ist er der Herausgeber von The Other Israel, einem zwei-monatigen Newsletter über den Kampf für Israelisch-Palästinensischen Frieden (ISS 0792-4615) [Letzte Nummer auf Papier erschien im Nov. 2009]
 
*Yesh Gvul = Genug ist genug ist eine 1982 beim Ausbruch des 1. Libanonkrieges von Kampfveteranen gegründete Bewegung. Sie weigerten sich, im Libanonkrieg zu dienen und erweiterten ihre Opposition, indem sie sich auch weigerten, in den besetzten Gebieten Militärdienst zu machen. Ihr Slogan: „Wir schießen nicht, wir weinen nicht, und wir machen auch keinen Dienst in den besetzten Gebieten.“




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