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 02/07/2016 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
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 Einar Schlereth 
Author /   Einar Schlereth
Einar Schlereth
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Einar Schlereth

 

Geb. 1937 in Marienwerder/Wpr, der Regierungshauptstadt von Westpreußen und heute zu Polen gehörig. 1945 am 1. Januar 10-monatige Flucht der gesamten Familie nach Bad Neustadt a.d. Saale in Franken (Bayern), die Heimat meines Vaters. 1956 das Abitur absolviert und danach nach Hamburg zum Studium der Anglistik und Romanistik, das ich auf Grund meines Bruchs mit meinem faschistischen Elternhaus selbst fianzieren mußte, und zwar durch Arbeit in ca. 50 Branchen, vom Bau und Hafen bis zum Filmstatist und Kameraassistent. 1957 in Paris erste Erfahrungen mit Demos (gegen Frankreichs Krieg in Algerien) und Polizei gesammelt. 1960-65 in Freiburg/Bg studiert. 1965-66 Artdirector einer bekannten Galerie in der Schweiz. Ende -66 nach Stockholm gezogen, wo auch meine Tochter geboren wurde. 1967 enge Kontakte mit der FNL-Bewegung und den Massendemos gegen USAs Krieg in Vietnam. Mitglied von Clarté.

1968 Rückkehr nach Frankfurt/M in Deutschland, wo ich stark in der Studentenbewegung engagiert war. Erste Artikel, Übersetzungen und Vorträge für studentische Broschüren. 1970 erste Veröffentlichung 'Indonesien: Analyse eines Massakers'. Übersetzungen u.a. von Philippe Gavi 'Konterrevolution in Indonesien', Frantz Fanon 'Afrikanische Revolution'. Mitbegründer der 1. Zeitschrift in der BRD für Fragen der 3. Welt. Zusammenarbeit mit türkischen und spanischen Arbeitern und deren Publikationen sowie mit Studentengruppen aus Palästina, Iran, Äthiopien, Eritrea etc.

1971 Umzug nach Hamburg, wo ich 25 Jahre lang freier Mitarbeiter des 3. Programms des NDR war, aber auch für Radio Bremen arbeitete. Features zur 3. Welt, Umwelt (Spanien, Schweiz, Kanada), Minderheiten (Basken, Samen, Rätoromanen). Weitere Publikationen zu Indonesien und Kina. 1979-81 mit Familie in Tansania, wo ich Features für den Rundfunk (u.a. einen 6-teiligen Kisuaheli-Kurs) und zwei Bücher schrieb (von denen wegen der Wirtschaftskrise allerdings nur eines erschien: 'Null Uhr - wenn die Sonne aufgeht').

Nach meiner Rückkehr und dem Rückgang des Interesses für die 3. Welt mußte ich mich verstärkt Übersetzungen zuwenden. Für fast alle großen deutschen Verlage gearbeitet und u.a. Weltautoren wie Juan Goytisolo 'La chanca', Jan Myrdal u.a. 'Indien wartet' , Fatima Mernissi 'Angst vor der Moderne', Victor Ostrovskys Mossadbücher übersetzt.

10 Jahre lang Vorsitzender der Deutsch-Chinesischen Freundschaftsgesellschaft gewesen. Weiterhin in der Palästina-, Ost-Timor und Afghanistan-Solidarität mitgearbeitet (für die ich die 'Afghanistan-Blätter' herausgab und eine Inspektionsreise nach Peshawar unternahm, wo wir ein kleines Hospital und eine Schule betrieben).

1994 ein Jahr lang in Andalusien in einem Minihäuschen mit Garten hoch über der Stadt Motril auf einer Terrasse gelebt. Die Jobs bei Rundfunk und Verlagen lösten sich allmählich in Luft auf. Ein Verleger auf Besuch animierte mich dazu, meine 'Erinnerungen' zu schreiben (in denen ich mit erschreckender Exaktheit die Folgen des Oslo-Abkommens vorhersah). Als er sich viele Jahre später daran machte, sie zu publizieren, starb er.

1995 gemeinsam mit einem Freund (beide haben wir das Skandinavien-Syndrom) nach Schweden gefahren, wo jeder dann im Dorf Klavreström sein Häuschen kaufte. Da die Lage am Arbeits-und Wohnungsmarkt immer schwieriger wurde (1989 waren die billigen Übersetzer aus der ehemaligen DDR in den Westen geströmt, wofür die Verleger sehr dankbar waren), zog ich 1998 endgültig nach Schweden. Anfangs konnte ich noch hin und wieder Übersetzungen machen, was 1999 definitiv zu Ende war. Also wieder Jobs - als Hausrenovator, Gärtner, Sprachenkursleiter, Lehrer gearbeitet. Seit 2003 Pensionär.

2007 eine 5-wöchige Reise nach Venezuela unternommen, was mich ungeheuer beeindruckte, und wo ich zum ersten Mal spürte, fast riechen konnte, was Freiheit bedeutet, wirkliche Freiheit, nicht die Pseudo-Freiheit, die wir in unseren sogenannten Demokratien 'genießen'. Das Ergebnis war eine 6-teilige Reportageserie auf Schwedisch, die auf verschiedenen Webseiten publiziert wurde und jetzt auf unserer Seite liegt. Und damit komme ich zum vorläufig letzten Punkt: seit 2009 bin ich Mitglied bei Tlaxcala, worauf ich wirklich stolz bin, weil ich mit so vielen engagierten Menschen zusammenarbeiten kann, die sich einer gemeinsamen Aufgabe geradezu verschworen haben. Und ich hoffe sehr, dass wir noch ein paar Jährchen miteinander, an unserer Aufgabe und unserer phantastischen neuen Seite weitermachen werden.

Siehe meinen blog hier

[Anmerkung von Tlaxcala: Nach einer Meinungsverschiedenheit über die Realität eines Völkermordes in Ruanda 1994, die Einar Schlereth verneinte, verließ er unser Netzwerk in 2011]





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