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 11/04/2021 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
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 UMMA 
UMMA / USA zündeln in Syrien
Date of publication at Tlaxcala: 19/04/2013
Translations available: English  Español  Français 

USA zündeln in Syrien

Karin Leukefeld کارین لویکفلد

 

Washington schickt Spezialeinheiten nach Jordanien. Druck auf Amman, illegalen Grenzübergang von Kämpfern und Waffen nach Syrien zuzulassen
 

US-Soldaten bereiten ihre Ausrüstung in der Nähe der jordanisch-saudi-arabischen Grenze,
260 km südlich von Amman. (AFP Photo / STR)

 
Die US-Regierung schickt 200 Soldaten nach Jordanien. Das teilte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel am Mittwoch in Washington bei einer Anhörung vor dem Verteidigungsausschuß im US-Kongreß mit. Die bereits seit Oktober 2012 in Jordanien stationierten 150 US-Soldaten sollen durch Spezialeinheiten ersetzt werden, sagte Hagel, der am Wochenende in Jordanien und Israel erwartet wird. Auch ein Planungsstab des Heereshauptquartiers werde in Jordanien eingerichtet. Das Pentagon stelle der jordanischen Armee zudem 70 Millionen US-Dollar zur Verfügung, um die Truppen auszubilden und auszurüsten. Die neuen Einheiten sind laut Hagel spezialisiert, Kampfeinsätze zu leiten, Geheimdienstinformationen zu sammeln und weiterzugeben und logistische Vorbereitungen zu treffen. Der Militärexperte Conn Hallinan von »Foreign Policy in Focus« sagte im russischen Nachrichtensender Russia Today, die Maßnahme erinnere ihn an das, was US-Truppen vor der Irak-Invasion 2003 von Saudi-Arabien aus unternommen hätten.
 

General Martin Dempsey und Verteidigungsminister Chuck Hagel (L)
AFP-Photo

General Martin Dempsey, Chef der US-Streitkräfte, schätzte bei der gleichen Anhörung die Lage in Syrien skeptisch ein. Der Konflikt laufe Gefahr, »in einer Sackgasse« zu enden, sagte er. 2012 habe er noch die Bewaffnung der Aufständischen unterstützt, sehe das heute aber anders. Die Lage in der Opposition sei »deutlich verwirrender als noch vor sechs Monaten«. US-Präsident Barack Obama ziehe ein direktes militärisches Eingreifen in Syrien bisher nicht in Erwägung.
 
 
Die Senatoren Carl Levin und John McCain hatten Präsident Obama kürzlich aufgefordert, die Einrichtung einer »Flugverbotszone« im Norden Syriens für Flüchtlinge und Mitglieder der Opposition durchzusetzen. Diese solle von den Patriot-Abwehrraketen geschützt werden, die in der Türkei stationiert sind. Hagel sagte, man müsse sich seiner Sache »verdammt sicher sein. (…) Wenn man einmal ›reingegangen‹ ist, kann man es nicht abwickeln. Man kann nicht einfach sagen, ›Nun, das läuft nicht so gut wie ich gedacht hätte, deswegen gehen wir wieder.‹«
 
Optimistischer äußerte sich US-Außenminister John Kerry vor dem außenpolitischen Ausschuß im US-Kongreß. Man arbeite »sehr, sehr eng« mit der oppositionellen Nationalen Koalition zusammen, deren Kämpfer hätten durch kontrollierte Waffenlieferungen »viel an Boden gutgemacht«. US-Politik sei zwar »keine tödliche Hilfe, aber wir koordinieren uns sehr, sehr eng mit denen, die es tun«, sagte Kerry laut New York Times.
 
Der syrische Präsident Baschar Al-Assad forderte am Mittwoch das Nachbarland Jordanien auf, keine Kämpfer und Waffen mehr über die Grenze nach Syrien zu lassen. »Hunderte kommen mit ihren Waffen aus Jordanien nach Syrien«, sagte er im syrischen Fernsehen. Die Jordanier müßten einsehen, »daß das Feuer nicht nur bis an unsere Grenze brennt«.
 

Quelle: aktion-deutschland-hilft

Hochrangige jordanische Geheimdienstbeamte hatten kürzlich die USA dafür verantwortlich gemacht, Amman unter Druck zu setzen und den illegalen Grenzübergang zuzulassen. Der iranische Verteidigungsminister, Brigadegeneral Ahmad Vahidi, warnte am Donnerstag vor einer Militärintervention. Sollte eine ausländische Macht in Syrien einmarschieren, werde der Mittlere Osten »explodieren«.

Bewohner der syrischen Stadt Quneitra erklärten derweil telefonisch gegenüber jW, daß viele ausländische Kämpfer aus Jordanien nach Syrien eingedrungen seien. Sie nutzten dafür die von der UNO eingerichtete Pufferzone zwischen Syrien und Israel, in der die syrische Armee nicht agieren dürfe.

 

 





Courtesy of Junge Welt
Source: http://www.jungewelt.de/2013/04-19/053.php
Publication date of original article: 19/04/2013
URL of this page : http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=9520

 

Tags: SyrienJordanienUSAKrieg
 

 
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