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 19/01/2021 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
English  
 UMMA 
UMMA / Der islamische Terrorismus und die Ermordung von Bürgern
Date of publication at Tlaxcala: 29/11/2020
Translations available: فارسی 

Der islamische Terrorismus und die Ermordung von Bürgern

Hamid Beheschti حميد بهشتي

 

Das Thema des islamischen Terrorismus gab es, wie sich die älteren unter uns noch erinnern, vor der militärischen US-Intervention in Irak und Afghanistan und dem französischen Angriff auf Libyen und Mali fast nicht.

Daher gibt es eine Beziehung zwischen den bestialischen Morden in Nizza und Wien und den militärischen Invasionen in Irak und Libyen, die nur wegen der Ölquellen dieser Länder verübt wurden.

Meistens erwartet man von uns Muslimen im Westen, diese Verbrechen nicht nur klar und vehement zu verurteilen, sondern überhaupt nicht zuzulassen, dass aus unserer Mitte solche grauenhafte Morde entstehen.

Ich als ein Muslim versuche meinen Anteil an die Klärung der Frage zu leisten, wie weit den Bezug dieser Morde zum Dschihad gerechtfertigt ist, und erwarte im Gegenzug, dass die militärischen Einmischungen westlicher Staaten in den islamischen Ländern geächtet und die Unterstützung von Tyrannen und Diktatoren nicht nur verabscheut  werden, sondern dass jede Zusammenarbeit  mit solchen Regimen mit der Einhaltung von Menschenrechten verknüpft wird.

Ist die Bezeichnung vom absurden Mord als islamistisch
und den Mördern als Dschihadisten  zulässig? 

Die überwiegende Mehrheit der muslimischen Gesellschaften geht davon aus, dass der Dschihad zur Zeit des Propheten den Verteidigungscharakter gehabt hat. Dschihad war kein Angriffskrieg, sondern Verteidigung vor feindlichen Angriffen.

Auch heute darf kein islamisches Land andere Länder angreifen. Angriffskrieg  ist nach dem Islam des Propheten nicht erlaubt.

Ein anderer Fehltritt, deklariert als Dschihad, ist morden nachdem der Andere als Feind eingeordnet ist. Dem Angreifer reicht es dann, im Glauben zu sein, mit feinden zu tun zu haben, sie erbarmungslos zu ermorden. Hier geht es nicht mehr um die Verteidigung eigener Gesellschaft, sondern um einen krassen Bruch der jeweiligen Rechtsordnung, die als Verbrechen zu identifizieren ist. Dies muss nach geltenden Gesetzen geahndet werden.

Auch den Widerstand dem Tyrannen gegenüber darf man nicht als Dschihad bezeichnen und mit Waffengewalt führen. Denn der Widerstand, den der Prophet in Mekka leistete, war stets ein friedlicher Widerstand. Er hat Muslime immer wieder zur Geduld ermahnt.

Dschihad, als bewaffneter Widerstand  und zur Verteidigung,  darf nur aus der Gemeinschaft heraus und unter der Führung einer vorausschauenden gerechten und Demut übenden Person geführt werden und dabei ist der Erstangriff nicht erlaubt. Von jedem Mitglied der Gesellschaft  wird erwartet, sich daran zu beteiligen, allerdings solange man dazu in der Lage ist.

Aktuelle Quellen zu Dschihad (in Persisch):

M. Modschtehed Shabestari, Dschihad im Islam, Vortrag beim islamischen Studentenverein Hannover, 17. Juni 1969 , Eine Publikation des Islamischen Studentenvereins Hannover

H. Yousefi Eshkevari, Ansichten über den islamischen Dschihad, 21. Sept. 2016, veröffentlicht in
https://www.zeitoons.com/18076

Am 27. November 2020 gab es ein Online-Gespräch über das obige Thema unter dem Titel:

„In Gottes Namen?! Was Terror mit uns zu tun hat“

Ich hatte das Gespräch verfolgt. Hier das Videomitschnitt des besagten Gesprächs.






Courtesy of Tlaxcala
Source: http://tlaxcala-int.org/article.asp?reference=30188
Publication date of original article: 29/11/2020
URL of this page : http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=30188

 

Tags: DschihadJihadNizzaWienUSA/IrakFrankreich/Libyen
 

 
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