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 17/01/2019 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
English  
 UNIVERSAL ISSUES 
UNIVERSAL ISSUES / Wer nicht kämpft und sich nicht wehrt, hat schon verloren!
Date of publication at Tlaxcala: 09/01/2019
Translations available: English 

Wer nicht kämpft und sich nicht wehrt, hat schon verloren!

Evelyn Hecht-Galinski

 

Lassen sie mich zum Jahreswechsel meine ernüchternde Bilanz ziehen. So muss ich leider feststellen, dass alle meine schlimmsten Befürchtungen und Prognosen eintrafen. Wie in meinem 2012 gewählten Buchtitel „Das elfte Gebot – Israel darf alles“.

Konnte es in den Jahren 2012 bis 2018 eigentlich noch eine Steigerung geben? Tatsächlich, es gab und es gibt sie. Gerade das Jahr, das so bombastische und unerträgliche „runde Festtage“ feierte, wie die Erinnerung an 70 Jahre Gründung des „Jüdischen Staates“, aufgebaut auf der Vertreibung von hunderttausenden von Palästinensern aus ihrer Heimat Palästina. Daher sollte es uns Deutschen ein besonderes Bedürfnis sein, sich für diese Vertriebenen der Nakba einzusetzen. Schließlich wissen gerade wir Deutschen, was Diktatur, Unterdrückung, Mauern und Besatzung bedeuten. Gerade 2018 war so ein furchtbares Jahr, wie es das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) für die palästinensischen Gebiete so unfassbar beschreibt.

2018 gab es eine Rekordzahl an palästinensischen Todesfällen (Morden!) und Verletzten. Es wurden etwa 295 Palästinenser ermordet und über 29.000 von den „moralischsten“ aller „Verteidigungssoldaten“ verletzt. Das ist die höchste(!) Zahl von Todesopfern in einem Jahr, nämlich dem vorigen. Seit es die Gaza-Blockade und die Aufzeichnungen der OCHA Dokumentationen seit 2005 gibt. Mehr als 60 Prozent der Todesopfer (Märtyrer!), 180 Palästinenser und etwa 79 Prozent der Verletzten – das sind mehr als 23.000 Opfer – sind im Zusammenhang mit den Protesten gegen die illegale Abrieglung des Gazastreifens im „Great March of Return“, also dem „Rückkehrmarsch“ zu sehen. Diese Menschen nehmen nur ihr legales Widerstandsrecht in Anspruch, was sie in tödliche Gefahr seitens der zionistischen Besatzer bringt.

Immer mehr Macht für das rechtsextreme Bündnis

Seit das Netanjahu Regime an der Macht ist, haben auch die Angriffe der judaistischen Siedler zugenommen, die sich bestärkt fühlen durch die massive Unterstützung der Regierung. Schließlich werden sie es ihnen bei den kommenden Neuwahlen danken. Durch neue Parteigründungen wie die „Neue Rechte“ von „Erziehungs-Siedlerminister“ Bennett und Justizministerin Schaked gewinnt das rechtsextreme Bündnis immer mehr an Macht. Durch das geschickte Hantieren von Netanjahu, der plant, auch noch die 3,25-Prozent-Hürde zu senken, kann er so kleinen Rechtsparteien den Einzug ins Parlament erleichtern. Ebenso meint er, damit Korruptionsprozesse vom Hals zu bekommen und das Wort „Frieden“ für immer ad acta zu legen und Jerusalem als „ewig“ ungeteilte Hauptstadt eines „Jüdischen Staates“ zu etablieren. Dank der Zersetzung einer funktionierenden Linken scheinen diese Ziele immer näher zu rücken in dem Land, wo der Rassismus blüht. So haben die „Auserwählten“ ein selbst gewähltes Regime nach ihrem Geschmack. Migration nur für Juden, während Palästinenser und asylsuchende Flüchtlinge, vornehmlich schwarze, als kriminelle Eindringlinge und Infiltranten dämonisiert werden.

Während sich Bibi Netanjahu und Frau Sara am Strand von Rio verwöhnen lassen und ihre schmutzige Wäsche gewaschen wird und ganz nach Wunsch blitzsauber nach den Wahlen aus der politischen Waschmaschine kommt, und deshalb der Dreck der Prozessgefahren und Anklagen in immer weitere Ferne rückt, scheint alles für die Netanjahus so gut zu laufen wie nie zuvor.

Das Netanjahu-Regime schafft es immer wieder unter dem Verweis auf „Sicherheit für das jüdische Volk“, die völkerrechtswidrige Besatzung und die Land-, See- und Luftblockade fortzusetzen, und behandelt die Palästinenser wie Geiseln und Gefangene im eigenen Land und lässt sie nur in Ausnahmefällen ausreisen. So gab es 35 Prozent weniger Ausreisegenehmigungen als schon im restriktiven Jahr 2017. Während also das zionistische Besatzungsregime das Konzentrationslager Gaza immer brutaler führt, sowie die illegale Besatzung der Palästinensergebiete weiter vorantreibt, in einer Brutalität, die uns endlich wachrütteln sollte, denn sie erinnert an Nazi-Methoden.

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Courtesy of Sicht vom Hochblauen
Source: http://sicht-vom-hochblauen.de/wer-nicht-kaempft-und-sich-nicht-wehrt-hat-schon-verloren-von-evelyn-hecht-galinski/
Publication date of original article: 02/01/2019
URL of this page : http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=25065

 

Tags: Palästina/Israel-Deutschland
 

 
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