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 04/03/2021 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
English  
 UMMA 
UMMA / Nun taucht die ISIL auch in Saudi-Arabien auf
Date of publication at Tlaxcala: 26/06/2014
Original: L’EIIL fait son apparition en Arabie saoudite
Translations available: Español  Português/Galego  فارسی 

Nun taucht die ISIL auch in Saudi-Arabien auf

Al-Manar المنار

Translated by 
Edited by  Einar Schlereth

 

Mit Recht scheint der irakische Premier Nuri al-Maliki Saudi-Arabien der Unterstützung der „Terroristen“ in Irak anzuklagen. Der saudi-arabische Analyst Hachem al-Wahili hat der irakischen Presseagentur al-Nakhil erklärt, dass der islamische Staat im Irak und in der Levante (ISIL, Daaesh auf arabisch) zum ersten Mal ist in Saudi-Arabien aufgetaucht sei.

 
„Wir haben nämlich die Bewegungen der Organisation Daaesh in Saudi-Arabien verfolgt und gefunden, dass deren Parolen in Saudi-Arabien in den öffentlichen Räumen und Regierungsstellen aufgetaucht sind,“ so al-Wahili. In seinen Augen ist das ein Beweis, dass die terroristische Bewegung die Unterstützung des Hauses Saud genießt.
 
Vor allem wurden diese Parolen in der 789 km südwestlich von der Hauptstadt Riyad gelegenen Stadt Taef plakatiert, darunter an den Wänden kritischer saudi-arabischer Behörden, wie z.B. das Polizeirevier und die Direktion für Zivilsachen und Reisepässe.
 
Auch fiel Saudi-Arabiens Unterstützung der ISIL durch seine Berichterstattung der jüngsten Ereignisse im Irak auf, als jene Miliz der Al-Kaida mit der Unterstützung der Überreste der gefallenen irakischen Baath-Partei sich der Stadt Mossul - der zweitgrößten irakischen Stadt nach Bagdad - sowie eines Großteils der Provinz Ninive und einiger Regionen in den Provinzen Salaheddine und Diyala bemächtigte. Diese Milizsoldaten, die die irakische Regierung als „Terroristen“ bezeichnet, werden von den Medien, deren Geldgeber Saudi-Arabien ist, so z.B. der Fernsehsender al-Arabiyya „Revolutionäre“ genannt.
 
In der Chronik der saudi-arabischen Zeitung „Al-Watan“ ist ein Artikel mit dem Titel „Eine Revolution für den Irak“ zu lesen. Er enthält ein Interview mit zwei vorgeblichen Kommandanten des Aufstandes im Irak, darunter ein gewisser General-Major Hussam ed-Din al-Dulajmi, der als der Vizepräsident des Allgemeinen politischen Rates der Revolutionäre vorgestellt wird. Dieser Mensch widerspricht den Berichten aller internationalen Agenturen über die jüngsten Ereignisse, indem er behauptet, dass nicht die ISIL, sondern die irakischen Revolutionäre sich der Stadt Mossul bemächtigt haben.
 
Außerdem wird der irakische Premier, deren Partei „Rechtsstaat“ bei den Parlamentswahlen im letzten Mai als großer Sieger hervorgegangen ist, am meisten von der Regierung in Riyad bedrängt. Jene beschuldigt ihn, Iraks sunnitische Gemeinschaft marginalisiert zu haben und das hasserfüllte Sektierertum anzufachen.
 
 Zum x-ten Mal hat vorigen Donnerstag der Verantwortliche für die Außenpolitik von Saudi-Arabien Maliki angeprangert.
„Malikis sektiererische Politik ist Schuld an der Verschlimmerung der Lage im Irak, denn in vielen Regionen war das Verhalten seine Regierung fehl am Platz und dazu noch hat Maliki alle Schlüsselfunktionen an sich gerissen“, behauptete er am Rande des Treffens der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) - so die Webseite der Fernsehsenders al-Arabiyya. Und auch: „Ich rate ihm, Saudi-Arabien nicht in die Quere zu kommen.“
 
Laut Kreisen aus der Umgebung des irakischen Premier stehen Saudi-Arabien und von diesem Land geförderte irakische Gruppen hinter der sektiererischen Gärung, die die Region in Brand setzt, auf Grund ihres Strebens nach regionaler Hegemonie. Um so mehr, als das Königreich selbst eine despotische Politik führt, alle Macht an sich reißt und nicht das Prinzip der Machtteilung anerkennt, wohingegen Irak eine Demokratie ist.
 
Hinter diesen Beschuldigungen sind es vor allem die engen Bande zwischen Maliki und Teheran, die verurteilt werden. Iran wird als ein mächtiger Rivale empfunden und ist folglich der Sündenbock des Hauses Saud geworden.
 
Obendrein hat der saudi-arabische Emir auch den Iran - ohne Namen zu nennen - vor jeder irgend gearteten Intervention im Irak gewarnt: “Wir lehnen jeden militärischen Eingriff einer ausländischen Macht im Irak ab, da es sich um eine Krise handelt, die mögliche Konsequenzen für die ganze Region haben kann.“
 
In der Tat hat das wahhabitische Königreich in der Region nie irgendeine Konkurrenz geduldet, ganz gleich von welcher Seite, mit Ausnahme derjenigen von Israel!




Courtesy of Al-Manar
Source: http://www.almanar.com.lb/french/adetails.php?eid=178418&cid=76&fromval=1&frid=76&seccatid=141&s1=1
Publication date of original article: 19/06/2014
URL of this page : http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=12676

 

Tags: DaaeshISILSaudi-ArabienIrak
 

 
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