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 09/12/2016 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
English  
 EUROPE 
EUROPE / Der Westen bereitet sich zum Krieg gegen Russland vor
Date of publication at Tlaxcala: 20/03/2014
Original: Запад готовится к войне с Россией

Der Westen bereitet sich zum Krieg gegen Russland vor

Konstantin Sivkov Константин Сивков

Translated by  Irina Snatschok Ирина Значок

 

Der Präsident der Akademie für geopolitische Probleme, Doktor der Militärwissenschaft Konstantin Siwkow, kommentierte, dass die Neuausrüstung der existierenden taktischen Luftstreitkräfte der NATO für den Einsatz von Atomwaffen nach seiner Ansicht möglicherweise ein Anzeichen der Vorbereitungen für den Krieg mit Russland sind.


Die Krim hat  trotz des intensiven Informations- und diplomatischen Drucks auf die Führung Russlands für den Beitritt zu Russland gestimmt. Die Reaktion der westlichen Eliten ist, wie man erwarten konnte, im Moment sehr zurückhaltend geworden, gemessen an der Größe und Stärke des vorher ausgeübten Druckes. Bis jetzt sind keine großen wirtschaftlichen Sanktionen verhängt worden. Die Verzögerung ihrer Realisierung reduziert die Relevanz und Gültigkeit dieser Maßnahmen, insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung der Ereignisse in der Ukraine, in der es unvermeidlich in einer relativ kurzfristigen Zeit zum wirtschaftlichen Zusammenbruch kommen wird.

In der Zwischenzeit wird der Beitritt der Krim zu Russland in der Welt als eine vernichtende Niederlage der USA angesehen. In der Tat ist fast allen  seriösen Analytikern und Politikern klar, dass die Ereignisse in der Ukraine von den Vereinigten Staaten initiiert worden sind. Aber im Endergebnis zeigt sich durch die Entwicklung der Ereignisse bei der Verlustaufrechnung auch eine drastische Stärkung der Positionen Russlands im Schwarzen Meer. Das erscheint noch kontrastreicher im Zusammenhang mit dem Umstand, dass Ägypten sich auf Russland umorientiert hat und ihm dadurch hilft, dass es für 3 Mrd. Dollar russische Rüstungsgüter kauft, die von Saudi-Arabien vorfinanziert werden. Für die USA bedeutet dies eine weitere und sehr ernste Verringerung ihres Einflusses im Nahen Osten und Nordafrika sowie den Verlust der Möglichkeit zur Kontrolle der Ressourcen dieser wichtigen Regionen.

Unter diesen Umständen muss man von den Vereinigten Staaten eine Veränderung der Verhaltensstrategie erwarten, da die aktuelle sich als ineffektiv erwiesen hat. So, ähnlich wie es geschah als Obama an die Macht kam, und die US-Amerikaner dann versuchten, dazu überzugehen, anstelle der "brutalen Macht" die "Soft"-Methode anzuwenden.

Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang die plötzliche Entscheidung der US-amerikanischen

Administration, das Potential an taktischen Atomwaffen in Europa zu verstärken. Es ist anzunehmen, dass die  Jagdflugzeuge F-16 und Tornado BBC von fünf NATO-Ländern mit der Ausrüstung ausgestattet werden, die es ermöglicht, die Atombomben der B61-12 zu verwenden. Das ist sehr wichtiges Indiz dafür, dass die Flugzeuge der Länder, die jetzt als nicht-nuklear angesehen werden, damit ausgestattet werden: Belgien, Niederlande, Türkei, Deutschland und Italien.

Diese Nachrüstung von Flugzeugen wird voraussichtlich bis 2018 abgeschlossen sein. Die gleiche Ausstattung soll das erweiterte F-35-Jagdflugzeug erhalten. Es ist ganz klar, dass diese Umrüstungen aus einem bestimmten Grund durchgeführt werden. Wenn die Flugzeuge  die Möglichkeit zum Einsatz von Nuklearwaffen erhalten, bedeutet dies, dass es Pläne gibt, es auch zu tun, denn die politischen Erklärungen über die Unmöglichkeit des Transfers zu Nichtkernwaffenmächten ist nur eine informative Maskierung. Wenn die Zeit kommt, werden alle diese Erklärungen und Zusicherungen einfach verworfen. Wie oft haben die westlichen Eliten das gezeigt.
 
Ich frage mich, was dieser ganze "nukleare Boom" soll, der  inmitten der Diskussionen über die "nukleare NULL" eintritt. Was kann das bedeuten?

Es ist möglich, dass diese Ereignisse ein Zeichen für einen neuen Wendepunkt in der US-amerikanischen Politik darstellen. Das Scheitern der "peripheren Strategie“ - der Bewegung entlang eines Bogens, der sich vom südlichen Eurasien her erstreckt, kann die westliche Elite, angesichts des Mangels an Zeit für radikalere Maßnahmen zu einem direkten Angriff auf Russland als gefährlichstes und systembildendes Kettenglied im Block der nicht-westlichen Zivilisationen der BRICS-Staaten drängen.

In diesem Zusammenhang ist die Erhöhung des Potentials an taktischen Atomwaffen in Europa vollkommen verständlich: Es geht um die Erlangung der Überlegenheit in dieser Waffenart über Russland. Wenn es den Vereinigten Staaten gelingt, das zu verwirklichen, dann wird es durchaus möglich, mit der ganzen Kraft der NATO eine Aggression gegen Russland durchzuführen. Einem derartigen Angriff wird eine schwache russische Armee nicht standhalten. Der Übergang Russlands zur Anwendung taktischer Nuklearwaffen wird durch die Gefahr des Gegenschlages äußerst schwierig sein.

Außerdem wird im Falle eines nuklearen Krieges Europa und nicht die Vereinigten Staaten betroffen sein. Vermutlich geht die US-amerikanische Führung davon aus, dass Russland den Krieg gegen die NATO auf dem europäischen Kriegsschauplatz führt und sich nicht entschließen wird,  strategische Kernwaffen gegen die Vereinigten Staaten aus Angst vor Vergeltung einzusetzen. Es ist durchaus möglich, dass die Neutralisierung der Abhängigkeit von proaktiven russischen strategischen Nuklearkapazitäten ins Kalkül gezogen wird.

In jedem Fall ist die Entscheidung, die Kapazität der taktischen Atomwaffen in Europa radikal zu erhöhen, ein Zeichen für die Vorbereitung der Vereinigten Staaten auf den Krieg gegen Russland Mehr taktische Atomwaffen in Europa kämpfen nicht mit ihnen. Die Möglichkeit einer solchen Situationsentwicklung wird durch die Schlussfolgerungen bestätigt, die von der unangemessenen Entsprechung der westlichen Eliten und ihrer Fähigkeit zeugen, im Bedarfsfall völlig barbarische Aktionen zu unternehmen.

Auch Russland sollte darauf  vorbereitet sein. In militärischer Hinsicht darf es vor allem nicht sein eigenes Arsenal an taktischen Atomwaffen verringern, sondern muss auch die beschleunigte Modernisierung der strategischen Kernwaffen und die Entwicklung neuer schwerer Interkontinentalraketen vorantreiben. Vielleicht ist es sinnvoll, eine Rakete für schwere Raketenkreuzer des Projektes 941 zu entwickeln. Zulässiges Gesamtgewicht einer solchen Rakete würde etwa 90 Tonnen betragen, die auf das besonders leistungsfähige Raketensystem aufzusetzen sind.





Courtesy of Tlaxcala
Source: http://vpk-news.ru/news/19567
Publication date of original article: 18/03/2014
URL of this page : http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=11805

 

Tags: NATOUSARusslandEuropaUkraineNeuer kalter KriegKriegsrüstung
 

 
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