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 18/10/2017 Tlaxcala, the international network of translators for linguistic diversity Tlaxcala's Manifesto  
English  
 CULTURE & COMMUNICATION 
CULTURE & COMMUNICATION / Rezension von Hijacking Amerika‘s Mind on 9/11- Counterfeiting Evidence, von Elias Davidsson
Date of publication at Tlaxcala: 07/09/2013
Original: Review of Hijacking Amerika‘s Mind on 9/11- Counterfeiting Evidence, by Elias Davidsson
Translations available: Français  فارسی 

Rezension von Hijacking Amerika‘s Mind on 9/11- Counterfeiting Evidence, von Elias Davidsson

Ludwig Watzal لودویگ وَتزال

Translated by  Ellen Rohlfs اِلِن رُلفس

 

Bevor mir dieses Buch – Hijacking Amerika’s Mind on 9/11 - in die Hände fiel, glaubte ich das offizielle Narrativ über 9/11. Inzwischen habe ich das Buch zweimal gelesen. Es machte meine vorherige Überzeugung vollkommen zunichte.

Ich bin kein Experte über 9/11 und glaube an keine esoterischen Theorien. Meine Haltung gegenüber 9/11 ist von einer gewissen Neugierde, aber auch von einer gesunden Skepsis bestimmt gewesen. Als ich anfangs über Artikel stolperte, die das offizielle Narrativ hinterfragten, las ich sie nur und legte sie beiseite. Mit Davidssons Buch ist es anders, es hat mich sofort gefesselt.

Nachdem ich mehrere Male durch die USA per Anhalter getrampt bin und internationalen Beziehungen an der Universität von Pennsylvania studiert hatte, wusste ich einigermaßen, wie die amerikanische Gesellschaft „tickt“. Ich habe bemerkt, dass nach jeder ernsthaften Katastrophe in den USA eine sofortige Untersuchung eingeleitet wird, um die Ursachen zu ermitteln. Wenn es zu einem Flugzeugabsturz kommt, ist es die nationale Flugsicherheitsbehörde (NTSB), die die Umstände des Absturzes feststellt: das Flugzeug wird aus den Trümmern zusammengesetzt, seine Identität wird festgestellt, die Ursache des Unfalls bestimmt und ein allgemeiner Bericht wird veröffentlicht, in dem die Umstände des Ereignisses angeführt werden. Die US-Regierung erlaubte jedoch dem NTSB nicht, die Abstürze des 9/11 zu untersuchen. Sie wurden ausnahmsweise vom geheimnistuerischen FBI untersucht, das nicht verpflichtet ist, seine Ergebnisse zu veröffentlichen. Warum bestand die US-Regierung auf solch einer noch nie da gewesenen Geheimhaltung?
 
Elias Davidssons Buch könnte eine Antwort auf diese Frage geben. Sein Buch ist eine sehr gründlich Studie von besonderen Aspekten der 9/11-Ereignisse, die bis jetzt vernachlässigt wurden. Die Stärke dieses Buches liegt darin, dass der Autor sich hauptsächlich auf Primärquellen verlässt, die er ganz genau anführt, damit Leser diese nachprüfen können.
 
Davidsson liefert nicht nur die Quellenangaben, sondern bietet Lesern eine große Anzahl von Originaldokumenten auf seiner Website und erspart damit den Lesern ein ermüdendes Suchen. Dieser ungewöhnliche leserfreundliche Zugang weist auf die Bereitschaft des Autors hin, sich auf ein äußerst genaues Nachprüfen einzulassen. Was seine Untersuchung so spannend macht, ist seine umsichtige Verwendung von offiziellen US-Regierungs-Dokumenten, um die Behauptungen der US-Regierung selbst zu widerlegen. Ein großer Teil seiner Quellen sind FBI-Dokumente, die dem US-National-Archiven (NARA) entnommen wurden.
 
Der Autor liefert überzeugende Beweise, dass die offizielle Darstellung der Ereignisse voller Widersprüche,  Ungereimtheiten, rätselhaften Zufällen, Unwahrheiten und gefälschter Beweise ist; dass Zeugen eingeschüchtert und dass Nachrichten erfunden wurden. Ein wesentlicher Teil dieses Buches ist der Analyse der Telefongespräche zwischen den Passagieren und dem Flugbegleitpersonal, ihren Kollegen oder Familien gewidmet. Soweit bekannt ist, soll dies die umfassendste und gründlichste Analyse dieser Telefongespräche sein. Man bekommt einen überzeugenden Eindruck beim Lesen der analysierten Anrufe, dass die Anrufer keine wirkliche Flugzeugentführung  erlebten. Die Leser sollen selbst urteilen, ob sie auch diesen Eindruck bekommen.
 
Elias Davidsson wurde 1941 in Palästina von deutsch-jüdischen Eltern geboren und wuchs in Jerusalem auf, aber lebte die meiste Zeit seines Lebens in Island. Abgesehen von seiner doppelten beruflichen Karriere - zunächst als Computerfachmann, dann als Musiklehrer und Komponist, interessierte er sich in den 1990erJahren für das Völkerrecht und veröffentlichte Beiträge in juristischen Zeitschriften auf dem Gebiet des Völkerrechts, der Menschenrechte und des internationalen Strafrechts. Im Jahr 2002 begann er aufgrund von Ungereimtheiten, die er bei der offiziellen Darstellung von 9/11 entdeckte, diese Ereignisse zu untersuchen. Das jetzige Buch ist das Ergebnis seiner zehnjährigen Arbeit.
 
Das Buch gliedert sich in vier Teile und 14 Kapitel. Der Stil ist unkompliziert und gut lesbar. Davidssons Buch ist das erste, das - jenseits jeden Zweifels -  aufzeigt, dass es keinen Beweis für die Behauptung gibt, dass muslimische Entführer am 9/11 Flugzeuge entführt haben. Sein Buch ist nicht darauf beschränkt, die Behauptung zu widerlegen. Er zeigt auch, dass die US-Behörden es versäumt haben, die Bruchteile der an verschiedenen Stellen abgestürzten oder angeblich abgestürzten Flugzeuge zu identifizieren. Durch seine umfassende Analyse der Telefongespräche lädt Davidsson die Leser ein, herauszufinden, was er als seine beste Theorie ansieht – in Bezug auf das Wesen der Telefongespräche.
 
Bevor die Leser sich mit der komplizierten Spurensuche des Falles  beschäftigen, wirft der Autor ein Schlaglicht auf die unglaubliche Schnelligkeit, mit der das offizielle Narrativ vom 9/11 auftauchte: CBS-Nachrichten nannten Osama bin Laden als den Hauptverdächtigen innerhalb von 15 Minuten. Etwa 20 Minuten nach dem 2. Flugzeugaufprall erklärte Präsident Bush, dass „Amerika angegriffen“ wird, obwohl er keinen Beweis haben konnte, dass die Vorfälle irgendeine Verbindung zu ausländischen Quellen hatten. Der Sachverhalt der Ereignisse von 9/11 war nicht durch eine Untersuchung, sondern vom US-Kongress, 24 Stunden nach den Vorfällen, festgestellt worden. Bezug nehmend auf ein Statement von Senator Lott, zeigt Davidsson auf, dass die Kongress-Resolution schon am Tag der Ereignisse ausgearbeitet wurde.
 
Für den Autor war 9/11 ein großartig orchestrierter „Propaganda-Coup“. Die Regisseure von 9/11 müssen gewusst haben, dass diese Ereignisse, die live im Fernsehen gezeigt wurden, das amerikanische Volkes einigen würden. So war es denn auch. Die Rolle der US-amerikanischen und der europäischen Medien bei der Verbreitung der 9/11-Version ist wohl bekannt. Die etablierten Medien unterlassen vorsätzlich oder routinemäßig Fakten, deren Veröffentlichung die offizielle Version unterminieren würde, wie z.B. das Zugeständnis des FBI im Juni 2006, keinen konkreten Beweis für eine Verbindung zwischen Osama bin Laden und 9/11 zu besitzen.
 
Ist es möglich, Davidssons  Arbeit in Frage zu stellen? Man könnte einwenden, dass in ein so kolossales Verbrechen wie das von  9/11 sehr viele Menschen verwickelt waren, und dass dies nicht geheim gehalten werden kann. Entsprechend diesem Argument würde einer der vielen Teilnehmer an diesem Verbrechen längst ausgeplaudert haben. Wie zwingend ist diese Ansicht? Was bedeutet es, auszuplaudern? Wie wahrscheinlich ist es, dass jemand ausplaudern würde?
 
Zunächst sollte klar gestellt werden, dass Regierungskomplotte nicht immer geheim bleiben. Sie werden manchmal von Wissenschaftlern und Historikern aufgedeckt. Doch solange die Aufklärung nur in wissenschaftlichen Arbeiten zu finden ist und von den herrschenden Medien ignoriert wird, spricht die Öffentlichkeit von Verschwörungstheorien. Ein paar Beispiele sollten genügen:
Beim Sechstagekrieg von 1967 versuchten die USA und Israel gemeinsam und auf perfideste Weise das Spionageschiff USS-Liberty vor der israelischen Küste zu versenken. Die US-amerikanischen Überlebenden versuchen bis heute, diese Verschwörung der USA zusammen mit Israel an die Öffentlichkeit zu tragen, aber es gelingt ihnen nicht. Die Tatsachen sind aber genauestens vom britischen Journalisten Peter Hounam dokumentiert worden, der Überlebende und Teilnehmer interviewt hat. Was tatsächlich geschah, ist jenen bekannt, die es wissen wollen, bleibt aber der großen Öffentlichkeit verborgen.
 
Das Tuskegee Syphilis-Experiment wird als "die wohl berüchtigtste biomedizinische Forschungstudie in der Geschichte der USA" zitiert. Dieses Experiment wurde zwischen 1932 und 1972 vom US Public Health Service durchgeführt. Die Verschwörung des Schweigens um dieses Experiment wurde erst 1972 -also 40 Jahre nach Beginn des Experiments- von einem Whistleblower aufgedeckt.
 
Operation Gladio erwähnt terroristische Akte, die im Geheimen von den Geheimdiensten Italiens, Belgiens, Griechenlands, der Türkei und möglicherweise auch von Deutschland während des Kalten Krieges durchgeführt wurden. Diese mörderischen Akte wurden so durchgeführt, dass sie wie Terrorakte von linken Gruppen aussahen. Die Operation wurde 40 Jahre lang in Westeuropa geheim gehalten, ohne dass sie jemand ausgeplaudert hat. Sie wurde 1990 vom italienischen Ministerpräsidenten Julio Andreotti aufgedeckt, als er sich an das italienische Parlament wandte, aber sogar dies sicherte keine weite Verbreitung, weil die großen Medien diese Geschichte nicht publik machten. Die meisten Europäer, einschließlich Akademiker, Journalisten und Politiker sind sich dieser mörderischen Verschwörung nicht bewusst, die von ihrer eigenen Regierung durchgeführt wurde. Diejenigen, die sich dieser Operation nicht bewusst sind, werden versucht sein, dies als „Verschwörungstheorie“ zu bezeichnen.
 
Außerdem muss der modus operandi gedeckter Operationen berücksichtigt werden. Geheimoperationen werden immer nach dem Prinzip „need to know“ organisiert. Michael Ruppert, einer der ersten Forscher von 9/11 schreibt: „ Die US-Regierung hat vom Manhattan-Projekt bis zum  Tarnkappenbomber erfolgreich Geheimnisse bewahrt, obwohl Tausende von Leuten daran beteiligt waren. Der Erfolg der USA, das Geheimnis rund um die Atombombe und den Tarnkappenbomber aufrechtzuerhalten oder wie in jeder anderen Geheimoperation liegt in der Aufsplitterung der Aufgaben. Ein Techniker in Tennessee, der 1943 Uranerz verfeinerte, wird keine Kenntnis über die beabsichtigte Anwendung gehabt haben oder irgendwelche moralische Schuldgefühle über Tote, die eine Folge des Geschehens (mit dem Uran) sind. Ein anderer Techniker in Ohio, der 1985 ein Polimerharz mischt, würde keine Ahnung gehabt haben, wie ein F117A aussieht und was man mit ihm vorhat. 
 
Viele Menschen glauben, dass einem Regierungsangestellten die illegalen Praktiken seiner Agentur bewusst sind oder dass seine Vorgesetzten sofort der Polizei berichten oder mit einem Journalisten reden. So funktioniert es nicht. Die Aufdeckung von Staatsverbrechen erfordert sehr viel Mut und ist mit großen Risiken verbunden. Zumindest kann der Aufklärer seine Karriere beeinträchtigen. Aber er kann auch seine Sicherheit oder sogar sein Leben damit gefährden. Selbst der mutige Whistleblower kann nicht sicher sein, dass jene, denen er sich anvertraut, die Information veröffentlichen, sie unterdrückt oder seine Vorgesetzten informiert. Man denke gerade nur an Bradley Manning, Edward Snowdon oder Julian Assange! Leider wagen die meisten Leute nicht einmal, die elementarsten Fragen über 9/11 zu stellen, weil sie fürchten, geächtet zu werden oder gar ihren Job zu verlieren. Wirkliche Zivilcourage ist selten.
 
Seine Ergebnisse zusammenfassend, bezieht sich Elias Davidsson auf die Menschenrechtsnormen, nach denen die Familien der 9/11-Opfer berechtigt sind, zu erfahren, was ihren nächsten Angehörigen und der Gesellschaft geschehen ist, dass die Täter, Planer und Vermittler des Massenmordes identifiziert, angeklagt und verurteilt werden. Er sieht außerdem in den Bemühungen, die Umstände von 9/11 aufzudecken, ein revolutionäres Potential, weil diese Aufklärung das monumentale Versagen unserer Institutionen aufzeigen wird, nämlich die Wahrheit über diese mörderischen Ereignisse zu vertuschen.

Davidssons Buch ist keine Einführung in die kritischen Studien von 9/11.  Es zielt auf jene, die sich schon der großen Ungereimtheiten der offiziellen Version bewusst sind. Das Buch muss von jenen gelesen werden, die sich über die schleichende Transformation der westlichen Demokratien in Polizeistaaten Sorgen machen und von jenen, die gegen die Kriege sind, die von den US und ihren Verbündeten geführt werden.  

 

 

Elias Davidsson

Hijacking America's Mind on 9/11: Counterfeiting Evidence

 Algora, New York 2013

328 Seiten, 22.90 €

 

 

 

 

 

 

 

 

 





Courtesy of Tlaxcala
Source: http://between-the-lines-ludwig-watzal.blogspot.de/2013/08/hijacking-americas-mind-on-911.html
Publication date of original article: 18/08/2013
URL of this page : http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=10499

 

Tags: 11. September9/11World Trade CenterUSAElias DavidssonVerschwörungstheorieWhistleblower
 

 
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